Pressestimmen

Der erste Eindruck den man vom “Trio Laccasax” erhält ist schon ein ganz besonderer: Das ist natürlich zum einen der Kontrabass – gespielt von Bernd Gesell, der sowohl akustisch, als auch optisch so einiges hermacht. Timofey Sattarov ist der Komponist dieser aussergewöhnlichen Band, ob mit dem Akkordeon in den Händen oder die Hände am Piano – er hinterlässt beim Zuhören eindrucksvolle Eindrücke für das Publikum. Andrey Lakisov stellt seine Vielseitigkeit am Saxophon und an der Gitarre unter Beweis.

 

Die Bandbreite Ihres musikalischen Könnens stellt das Trio nun in ihrem Debüt – Album “Passe Partout” (Erscheinungsdatum 07.04.2017) unter Beweis. Ein Stil der kaum zu beschreiben ist – so bietet die Platte Arrangements bekannter Stücke, eigene Improvisationen und Kompositionen. Das Fundament ihrer Musik liegt in der Klassik und wird von den leidenschaftlichen Musikern aufgenommen, uminterpretiert und zu neuen sehnsüchtigen Melodien, mitreissenden Rhythmen und melancholischen Momenten erhöht.

 

“Pass Partout” ist esowohl eine Zeitreise als auch eine Reise durch die Musikkulturen vieler Länder. Erkennbar ist auch der heimatliche Einfluss von Andrey Lakisov und Timofey Sattarov. Beide sind Preisträger verschiedenster Wettbewerbe. Sattarow ist Preisträger des „Deutschen Akkordeon-Wettbewerbs 2003“, „Deutschen Akkordeon-Ensemble-Wettbewerbs 2003“ und des Bundeswettbewerbs „Jugend Musiziert 2002“.

 

Bernd Gesell spielt bereits seit Anfang der 90er Jahre in diversen Bands und Musikprojekten und lässt seine vielfältigen Erfahrungen in die Musik mit einfliessen – “Er ist der Boden unter den Füßen”, so Sattarow und Lakisov.

Globaler Stil-Mix aus Berlin

 

Wie schön und gewinnbringend es ist, Genre-Grenzen nicht einen Tag lang anzuerkennen, das stellt das Trio Laccasax auf seinem Debüt „Passe Partout“ unter Beweis. Klassik, Jazz und Weltmusik gehören für Andrey aus Weißrussland, Timofey aus Westsibirien und Bernd aus Deutschland zum Material, aus dem sie voller Lust etwas Neues schaffen.

 

Es war ein mal ein junger Mann namens Andrey Lakisov. Geboren in Weißrussland, begann er eines Tages, auf dem Saxofon zu spielen. Das ihm gar trefflich gelang. Schließlich kam er nach Berlin. An der Musikhochschule Hanns Eisler wurde er noch besser. Neben Klassik und Jazz interessierte sich Andrey für Weltmusik, darunter Ska aus Jamaika. Weshalb er für das Skazka Orchestra mächtig in die Kanne bläst. Andrey tat sich darüber hinaus mit dem Timofey Sattarov zusammen, ein Akkordeonspieler und Komponist, den er von der Hochschule kannte. Dann begab es, sich dass die beiden einen weiteren Mitstreiter suchten. Im Kontrabassisten Bernd Gesell war er gefunden und das Trio Laccasax alsbald aus der Taufe gehoben.

Dies trug sich vor vier Jahren zu und seither ist der Dreier viel aufgetreten um seine überaus aufgeschlossene Vision von Musik unter die Leute zu bringen. Denn Andrey, Timofey und Bernd lassen sich von keinerlei Mauern oder Einfriedungen stören. Das gewagte Aufeinandertreffen der Genres, ein gewieftes Ausreizen der Spielarten, ein lustvoller Erkundungsgang - das ist ganz ihre Sache. Darin gehen sie auf.

 

Die Virtuosen zeigen, dass Jazz jauchzen und tänzeln kann wie im Klezmer. Dass Walzer an der Wolga geliebt wird, um bald in einen Spaziergang an der Seine zu münden. Und dass Klassik, auch wenn sie hier ungezähmter herüberkommt, keineswegs schwere Kost sein muss. Kann auch sein, dass sich plötzlich ein Tango aus der glänzenden Interaktion schält. Oder ein Blues, der schunkelt wie ein Reggae. Wie gesagt, ein Konzept, das aufgeht. Ihr Debüt „Passe Partout“ kann man sich als Baum voll mit prallen Früchten vorstellen. Auf jeden Fall können Sie sich beim Auftritt der drei ein Bild davon machen. Und sie spielten lange und glücklich...

 

 

Weltmusik mit Donnergrollen

 

 

 

 

von Annkatrin Babbe

 

Mit seinem virtuosen Spiel begeisterte das Trio Laccasax (von links) mit Andrej Lakisov, Timofey Sattarov und Igor Prokopets das Publikum im Zelt bei der Vareler Schleuse.

 

Uraufführungen und virtuos dargebotene Weltkammermusik erlebten die Besucher der Kammermusiktage. Zuhörer und Regenschauer waren Teil der klanglichen Umgebung.

 

Varel. Bei Regenschauer und Donnergrollen sorgte am Freitagabend das bereits aus dem Vorjahr bekannte Trio Laccasax bei den dritten Kammermusiktagen am Vareler Hafen für Hochstimmung im ausverkauften Festzelt bei der Schleuse.

 

Zeitloser Weltkammermusik haben sich Andrej Lakisov (Saxofon), Timofey Sattarov (Akkordeon) und Igor Prokopets (Kontrabass) verschrieben, wollen „Weltmusik mit kammermusikalischem Anspruch verbinden“. Hochprofessionell und mit packender Begeisterung bewegen sie sich dabei zwischen Klassik und Jazz, zwischen Tango, Folk, Klezmer und nicht zuletzt Neuer Musik.

 

Ein geeignetes Ensemble für die Uraufführung der Preisträgerkompositionen des in diesem Jahr erstmals verliehenen Vareler Kompositionspreises hat der Verein zur Förderung der Kammermusiktage hier gefunden. Gefordert waren Kompositionen für diese Besetzung mit Saxofon, Akkordeon und Kontrabass. Ambitionierte Komponisten auf dem Weg vom Studium ins Berufsleben möchte man damit fördern und zugleich zeitgenössischer Musik mehr Raum im Konzertprogramm geben.

 

Zur Gewinnerin kürte die Jury unter dem Vorsitz der renommierten Komponistin Violeta Dinescu (Uni Oldenburg) Feliz Anne Reyes Macahis mit ihrer Komposition „Widerhall des Stadtverfalls“. Klingende Umgebungen möchte die Künstlerin in ihren Werken einfangen. Viel Gewicht legt sie auf klangliche Feinheiten, die die Musiker nicht nur auf ihren Instrumenten, sondern auch auf Alltagsgegenständen realisieren.

 

Auch die Zuhörer macht die Komponistin zu Interpreten, lässt sie damit Teil der klanglichen Umgebung werden. Den zweiten und dritten Preis erhielten mit ebenfalls spannenden Kompositionen Hendrik Rungelrath und Maksym Kolomiiets.

 

Äußerst feinsinnig interpretiert das Trio Laccasax die Kompositionen. Für Begeisterung sorgt es außerdem mit seinem eigenen Repertoire. In Barry Cockrofts „Beat me“ demonstiert Andrej Lakisov umfassendes technisches Können, verbindet hier perkussive mit melodiösen Elementen.

 

Zusammen mit Timofey Sattarov beweist er auch in Jean Matitas „Devil’s Rag“ beeindruckende Virtuosität. Über interpretatorische Feinheiten verleihen sie dem Stück außerdem avantgardistische Züge. Fetzige Foxtrott-Klänge („Grande Lignes“ von Andrej Astjer), leidenschaftlicher Tango (Zyklus „L’Histoire du Tango“ von Astor Piazolla), russische Folklore und Neue Musik – Laccasax steht für stilistische Vielfalt und Begeisterung für das, was sie tun.

 

Der donnernde Schlussapplaus übertönt die Wetterkulisse vor dem Zelt bei weitem.

 

 

 

 

Kammerweltmusiker im Heimspiel

 

Trio Laccasax gastierte zum zweiten Mal in der Neu-Kalisser

 

Johanneskirche und fand auch am Sonnabend ein begeistertes Publikum

 

von Uwe Köhnke

 

Neu Kaliss

 

Es war in mehrfacher Hinsicht ein besonderes Konzert, das da am Sonnabendabend in der Johanneskirche zu Neu Kaliß stattfand. Zum Einen natürlich, weil mit Sicherheit begnadete Musiker zu Gast waren. Die Mitglieder des Trio Laccasax können auf eine beeindruckende musikalische Vita verweisen. Und Andrej Lakisov (29, gebürtiger Weißrusse, Saxophon), Timofey Sattarov (28, aus Russland, Akkordeon) sowie Francisco Hidalgo (gebürtiger Venezolaner, Kontrabass) hielten mit ihrem Können auch in Neu Kaliß nicht hinter dem Berg.

 

Zum Zweiten war dieser musikalische Abend außergewöhnlich, weil er im Rahmen einer Reihe stattfand, die "Besonderes Konzert' heißt. Und in diesen Rahmen passen die Musiker, die mit einer ungewöhnlichen Mischung von Instrumenten zusammenspielen, alle Mal. Mit Hilfe der ortsansässigen Bausch-Stiftung, die sich unter anderem der Kulturförderung verschrieben hat, war die Veranstaltung möglich geworden. Sie war für die Besucher kostenlos. Am Ende wurde für weitere Paramente gesammelt. Das sind im Kirchenraum verwendete Textilien, zum Beispiel Pultbehang, die teils aufwendig künstlerisch gestaltet sind. Paramente in den liturgischen Farben Grün und Rot gäbe es bereits, sagt Pastorin Constanze Schröder. Nun wünsche sich die Gemeinde ein Parament in der Grundfarbe Weiß, die vor allem zu den hohen christlichen Festen Weihnachten und Ostern verwandt wird.

 

Zum Dritten war es ein besonderes Konzert, weil Darbietende und Publikum in einer lockeren Atmosphäre miteinander umgingen. Der Beobachter hatte das Gefühl, als würden sich die Partner im Altarraum und die im Kirchenschiff schon lange kennen. Die Musiker plauderten mit ihrem ganz offensichtlich zufriedenen Publikum und vermittelten den Eindruck, dass auch sie sich in der Neu-Kalisser Johanneskirche aufgehoben fühlten. Die drei jungen Männer hatten auch kein Problem mit der ganz anders gearteten Konkurrenz des Fußballs, startete doch am Sonnabendabend im Londoner Wembleystadion das Champions League-Endspiel zwischen Bayern und Dortmund. Die Musiker nahmen es mit großem Humor. Und schließlich sicherte der Konzertbeginn um 18 Uhr, dass die Zuschauer beide "Termine' wahrnehmen konnten.

 

Die Stilrichtung, die sie anbieten, bezeichnen die Musiker vom Trio Laccasax als "Kammerweltmusik'. Sie umfasst nach eigenen Angaben eine große Palette an Genres: Tango, Klezmer, Jazz, Crossover, Klassik, Avantgarde u.a. Und das alles mit so viel Verve dargebracht, dass es Teile des Publikums unwillkürlich im Takt mitwippen ließ.

 

Das Ambiente der Kirche ist einer solchen Atmosphäre auf jeden Fall förderlich. Das Gotteshaus ist im Art déco-Stil erst 1928 errichtet worden und stellt mit seinen eckigen, schlichten, modern wirkenden Formen eine Einmaligkeit in Mecklenburg dar, ist also wie geschaffen für ein besonderes Konzert.

 

 

 

Förderkreiskonzert

im Bahn Tower am Potsdamer Platz

 

von Angelika Lachmann

 

Das war für die Freunde und Förderer von LMN ein besonderes Highlight! Ein exklusives Konzert mit atemberaubendem Blick rund um den Potsdamer Platz, auf Kanzleramt und Brandenburger Tor, Philharmonie und Tiergarten und, und, und …

 

Dazu die Musiker: Der frisch getraute Saxophonist Andrey Lakisov aus Weissrussland zusammen mit Timofey sattarov am Akkordeon – er kommt aus dem sibirischen Tjumen – und der venezolaner Francisco Hidalgo, Kontrabass – die drei nennen sich Trio Laccasax.

 

Vielleicht war der eine oder andere im Publikum zunächst überrascht ob der ungewöhnlichen Kombination der Instrumente und des daraus resultierenden Programms. Doch die Musiker hatten ein weitgefasstes musikalisches Anliegen, das sozusagen im »Kammermusikalischen« liegt und präsentierten ihre Musik überzeugend und humorvoll in Spiel und Moderation. Alle drei sind klassisch ausgebildet, u. a. an der Hochschule für Musik" Hanns Eisler" und der Universität der Künste in Berlin. Das war die Grundla- ge für eine stilistisch so unterschiedliche Musik mit Klezmer, u. a. von Giora Feidman, bis zu Eigenkompositionen und Jazz. Bewunderter und bejubelter Höhepunkt: »Beat me« von Barry Cockcroft, auf dem Tenorsaxophon solo gespielt von Andrey. Gewünscht hatte es sich unser LMN Mitglied Donata Gräfin von Brockdorff, die – wie sie sagte jedes Mal fasziniert ist, wie Körper, Geist, Atem, Technik und Instrument in diesem Stück zu einzigartigem Ausdruck finden können.

 

Mich hat besonders »Bren nero«, eine Komposition von Timofey, berührt – fantastisch, wie eine Reise über den Brenner so inspirieren kann, dass ein Kunstwerk herauskommt! Unser Dank gilt dem TRIO LACCASAX für dieses geschenkte Konzert und der Deutschen Bahn, die uns diesen wunderbaren Ort hoch oben über den Dächern Berlins zur Verfügung stellte. Am Ende konnte man mit einem Glas Wein, spendiert vom Weingut Karl Schaefer, noch einmal das herrliche Panorama vom obersten Stock des Bahn Towers genießen und das Konzert nachklingen lassen.

 

 

 

Ein Dank an das „Trio Laccasax“

 

 

Amtskurier Landkreis Ludwigslust

von C. Schröder

 

Ein besonderer Abend! Dank der Bausch-Stiftung erlebten wir Timofey Sattarov (Sibirien) am Accordeon, Andrej Lakisov (Weißrussland) mit verschiedenartigen Saxophonen und Francisco Hidalgo (Venezuela) am Kontrabass in der wie für diese Musik geschaffenen gefüllten Neu Kalisser Kirche. Ungewöhnliche von Andrej brillant gespielte Saxophonklänge hörten wir. Zwischen modernen Tönen plötzlich eine Melodie aus dem wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach, berührend ruhig oder kraftvoll und lebendig. Französisches gepaart mit Russischem. Die Tangomelodien kamen nicht wie gewohnt nur aus der Heimat von Francisco, sondern eröffneten mit dem exzellenten Accordeonspiel von Timofey und dem Saxophon russische Welten. Eine Zuhörerin sagte: „Wer in seinem Leben seine Lebendigkeit verloren hat, hat sie heute Abend wiedergefunden. „Danke für ein vielseitiges und besonderes Konzert. Vielleicht gibt es ein Wiedersehen im nächsten Jahr.“

 

 

Trio Laccasax